Die Atmung

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Die Atmung ist das allerwichtigste in unserem Leben. Unser irdisches Dasein beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten Atemzug.

Nichts brauchen wir Erdmenschen dringender als die Luft zum Atmen.

Wir atmen automatisch, leider haben in unserer schnellebigen Zeit nicht viele Menschen die Musse ihrer eigenen Atumung nachzuspüren.

Bewusste Atemübungen können Stress abbauen und das körperliche und seelische Wohlbefinden erheblich verbessern. (z. Bsp. Yoga, Qi Gong, autogenes Training....)

Sind wir Menschen erregt, haben Angst oder steuern gar auf eine Panik zu, dann atmen wir schnell. Solange wir aber die hektische Atmung beibehalten, können wir uns kaum entspannen. Atmen wir dagegen ruhig und gleichmässig, ist es ausgeschlossen, dass Erregung, Angst oder Panik in uns aufkommt.

Unsere Atmung ist der beste und einfachste Regler unserer Psyche.

Im täglichen Leben kann falsche Atmung zu Unausgeglichenheit und übler Laune führen.

 

Natürliches Atmen

Nehmen sie sich einen Moment Zeit und konzentrieren sie sich auf ihre Atmung.

Gewöhnlich atmen wir ein und gleich wieder aus, wir warten in ziemlich ausgeatmeten Zustand auf einen neuen Atemreiz, atmen dann ein und wieder aus. So atmen wir aber nur in unserer natürlichen Umgebung: an Land!

Tauchen bedeutet, sich mit Hilfe technischer Mittel unter Wasser aufzuhalten.

Stecken wir bei den ersten Tauchversuchen, ausgerüstet mit Pressluftflasche und Lungenautomat, den Kopf unter Wasser, atmen wir automatisch anders:

Wir Menschen neigen dazu, die Luft einzuatmen und sie dann anzuhalten!

Der Grund: Unser Unterbewusstsein meldet uns: “STOP! Im Wasser kannst du nicht atmen“.

Erst wenn unser Verstand reagiert, mit vollem Vertrauen in die Technik, trauen wir uns auszuatmen und wieder einzuatmen.

... doch schon wieder mischt sich unser Unterbewusstsein ein und befiehlt: „Halte die Luft an“! Es entsteht ein anhaltender Dialog zwischen Unterbewusstsein und Verstand. Das Ergebnis ist eine unnatürliche Atemtechnik, die viele Taucher unnötigerweise ein Taucherleben lang behalten.

Unser Ziel sollte sein, auch unter Wasser so natürlich zu atmen wie an Land.

Warum? Total entspannen können wir uns nur im ausgeatmeten Zustand. Körperliche Entspannung baut psychischen Stress ab und kann somit Paniksituationen verhindern.

Probieren Sie aus:
Tief einatmen, Luft anhalten
– und dabei versuchen zu entspannen.
Das wird Ihnen nicht gelingen.

 

Weitere Vorteile der natürlichen Atemtechnik beim Tauchen:

Da sich bei dieser Art des Atmens die Lunge nicht ständig aufbläht wie ein Ballon, hat der Körper weniger Auftrieb. Weniger Blei ist erforderlich, das Tarieren wird einfacher, was wiederum zur besseren Entspannung unter Wasser beiträgt.

Der unbewusste Reflex, die Luft anzuhalten, kann bei einem Aufstieg in Panik zu einem Lungenriss führen. Je gründlicher wir diesen Reflex unter Kontrolle haben, desto höher ist die Chance, in einer Notsituation richtig zu reagieren.

Natürliches Atmen unter Wasser ist aber leichter gesagt als getan! Unser Unterbewusstsein versucht uns ständig daran zu erinnern, dass wir eben kein Fisch sind. Es ist wichtig, dass man von Anfang an fachlich angeleitet wird und bereit ist zu üben, üben, üben....

 

 

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update: 22.11.2011